ERC kassiert sechste Pleite in Folge

Ingolstadt (intv) Der ERC Ingolstadt rutscht in der Deutschen Eishockey Liga immer tiefer in die Krise. Gestern Abend kassierten die Panther gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg bereits die sechste Niederlage in Folge. Der Rückstand auf Rang Sechs und die direkte Playoff-Qualifikation ist damit schon auf acht Punkte angewachsen.

Bei der gestrigen 0:4 (0:1/0:2/0:1)-Pleite hatten die Panther zwar einige Ausfälle zu verkraften, die bisher schlechteste Saisonleistung ist damit allerdings nicht zu erklären. Vielmehr erwischte gestern die komplette Mannschaft einen rabenschwarzen Tag. Stand zuletzt vor allem die schwache Chancenverwertung im Mittelpunkt, gesellte sich gestern auch noch eine haarsträubende Defensivleistung dazu. Die zuletzt blendend aufgelegten Niedersachsen wurden bei allen Gegentreffern durch individuelle Fehler regelrecht eingeladen.

Bei der Führung durch Marco Rosa (14.) ging – wieder einmal – ein Fehler von Torwart Timo Pielmeier beim Versuch eines schnellen Spielaufbaus voraus, das 0:2 durch Simon Danner leitete der Ex-Wolfsburger Schopper durch einen unnötigen Scheibenverlust vor dem eigenen Tor ein (27.) und beim 0:3 konnte sich Gerrit Fauser gleich bei zwei Ingolstädtern bedanken, die an der Hintertorbande den Puck herschenkten (31.). Der 0:4-Schlusspunkt durch Ramzi Abid (54.) hatte nur noch statistischen Wert, denn auf ein Aufbäumen der Hausherren warteten die gut 2 800 Zuschauer vergeblich. Nach einem noch mit Wohlwollen als ausgeglichen zu bezeichnenden Anfangsdrittel ergaben sich die Ingolstädter danach ihrem Schicksal, acht Torschüsse einer Heimmannschaft im Mittel- und Schlussabschnitt sagen alles zur geschlossen katastrophalen Mannschaftsleistung.

War bei der Derby-Pleite gegen Nürnberg noch eine tolle Moral zu erkennen, die nach einem Zwei-Tore-Rückstand im Penalty-Schießen fast noch mit dem Zusatzpunkt belohnt wurde, steckten sich die Hausherren gestern mit ihrer zunehmenden Verunsicherung gegenseitig an. Auch die Umstellung der Reihen im zweiten Drittel brachte nicht die erhoffte Wende – ganz im Gegenteil.

Quasi als traurigen Höhepunkt und symptomatisch für dieses Spiel brachten Derek Hahn, Thomas Greilinger und John Laliberte sogar das Kunststück fertig, die Scheibe im leeren Tor nicht unterzubringen – Sebastian Vogl war nach 25 Minuten bereits geschlagen. So konnte der Wolfsburger Schlussmann an einem ruhigen Spieltag seinen vierten Shutout feiern, der Ex-Ingolstädter übrigens damit wie auch mit der besten Fangquote und dem niedrigsten Gegentoreschnitt ligaspitze.

Für die Ingolstädter spitzt sich die Lage dagegen zu. 16 Spiele vor Hauptrunden-Ende beträgt der Rückstand auf Platz Sechs und die direkte Playoff-Qualifikation nun schon stolze acht Punkte.

Am Freitag-Abend in Straubing und beim Heimspiel am Sonntag gegen Schwenningen sind die Panther nun fast schon zum Siegen verdammt, wenn man die Ehrenrunde Pre-Playoffs noch vermeiden will.