ERC Ingolstadt weiter im Sturzflug

Ingolstadt (intv) Der ERC Ingolstadt befindet sich weiterhin ungebremst im Sturzflug und muss nach dem vierten Null-Punktewochenende nun sogar um die Pre-Playoffs zittern.

Nach der 3:6-Auswärtsniederlage am Freitag in Krefeld war gestern mit den Iserlohn Roosters die Mannschaft der Stunde zu Gast in der Saturn-Arena. Neun der letzten zehn Spiele konnte die Mannschaft von Jari Pasanen gewinnen und die aktuelle Form gestern auch der entscheidende Faktor. Denn in einem schwachen Spiel nutzten die Sauerländer eiskalt ihre Möglichkeiten und konnten am Ende ohne allzu große Gegenwehr mit einem 0:3 (0:1/0:1/0:1)-Auswärtserfolg auch in der Tabelle an den Ingolstädtern vorbeiziehen.

Im Anfangsdrittel der ERCI noch mit mehr Spielanteilen und mit den besseren Möglichkeiten, doch wie beim Pfostentreffer des wiedergenesenen Michel Periard fehlt den Panthern in der Offensive derzeit auch das nötige Quentchen Glück – in der Defensive dagegen werden Fehler momentan eiskalt vom Gegner bestraft.

Lasse Kopitz blieb 39 Sekunden vor der ersten Drittelsirene ungestört und bedankte sich dafür prompt mit der 1:0-Gästeführung.

Und das ein echter Wirkungstreffer. Im Mittelabschnitt ging auf Seiten der Hausherren nun so gut wie gar nichts mehr zusammen. Iserlohn defensiv kompakt ohne große Mühen und im Angriff im richtigen Moment zur Stelle. Einen harmlosen Abpraller staubte Marty Sertich zum 2:0 ab (37.).

Die ERC-Fans hatten schon vor dem Spiel angekündigt, ihre Mannschaft erst wieder bei ansprechenden Leistungen zu unterstützen und somit blieb es an diesem Sonntag-Abend fast schon gespenstig ruhig in der Saturn-Arena. Und daran sollte sich auch im Schlussdrittel nichts mehr ändern.

Die gut 3 100 Zuschauer sahen nur noch einen Treffer – und zwar wieder für die Gäste. Auch dieser symptomatisch für die aktuelle Panther-Krise. Derek Hahn und Tim Conboy stochern vor dem eigenen Tor ins Leere, Brent Raedeke kommt irgendwie an die Scheibe, die über einen unglücklich agierenden Timo Pielmeier zum 0:3-Endstand ins Netz fällt.

Mit der neunten Niederlage aus den letzten elf Spielen rutschen die Panther nun auf Rang Neun ab.

Und in den letzten zehn Spielen müssen die Ingolstädter in dieser Form sogar noch um die sechs Punkte Vorsprung auf Platz Elf zittern. Der Druck auf Trainer Niklas Sundblad nimmt weiter zu, ab dem 01. Februar könnte der neue Sportdirektor Jiri Ehrenberger aber für etwas Entlastung sorgen, ein Dienstantritt zum denkbar schwierigsten Zeitpunkt.