„Er wollte sie umbringen“

Ingolstadt (intv) Es sind Bilder, die wohl viele so schnell nicht mehr vergessen werden. Am 18. Dezember vergangenen Jahres hat Erkan K. seine Frau in einem asiatischen Restaurant mit mehreren Messerstichen niedergestochen. Nur weil einige der Gäste rechtzeitig eingegriffen haben, hat der 48-Jährige von seiner Frau abgelassen. Heute haben sie vor dem Landgericht Ingolstadt als Zeugen ausgesagt. „Wenn ich nicht eingegriffen hätte, wäre sie jetzt tot. Er wollte sie umbringen“ – so die Schilderungen eines Arbeitskollegen des Opfers heute im Gerichtssaal. Der Mann hatte mit Bakiye K. im Rahmen einer betrieblichen Weihnachtsfeier zusammen am Tisch gesessen, als Erkan K. plötzlich auftauchte und auf seine Frau einstach. Der Zeuge kam der 42-Jährigen zur Hilfe, in dem er ihren Mann weg schubste und sich schützend vor sie stellte. Dabei wurde auch er verletzt. Vor dem Landgericht hat der Arbeitskollege Erkan K. heute als krankhaft eifersüchtig beschrieben. So soll er seine Frau während der Arbeit ständig kontrolliert haben, oftmals habe er dabei auch die gemeinsamen Kinder vorgeschickt. Ein weiterer Gast gab an, er habe ein lautes Streitgespräch zwischen den Eheleuten vor dem Restaurant mitbekommen. Erkan K. habe sich dabei aggressiv verhalten und auf türkisch mit seiner Frau diskutiert. Ca. 15 Minuten später kam es dann zur Messerattacke. „Es war wie in einem falschen Film“, so der Zeuge. Die Verhandlung wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

 

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