Enttäuschung und ein Fünkchen Hoffnung

Ingolstadt (intv) Während im Parteihaus der CSU am Oberen Graben die Wände wackelten, als die erste Hochrechnung über den Bildschirm flimmerte, war es nur wenige Meter entfernt im SPD-Haus mucksmäuschenstill. Ungläubig starrte die Handvoll anwesender Genossen auf den Bildschirm. Die absolute Mehrheit für die CSU: diese Nachrichten mussten Achim Werner, Landtagskandidat und Marcel Aigner, Bezirkstagskandidat, erst mal verdauen. Sie übten sich in Zweckoptimismus. 20,6 Prozent für die SPD, wenigstens zulegt so Achim Werners erste Äußerung am Wahlabend. Er bangt jetzt um den Wiedereinzug in den Landtag. Zwar holte er 9412 Erststimmen, braucht aber um sein Mandat zu verteidigen noch 5000 Stimmen aus Oberbayern und der Region. Der Pettenhofener gibt sich optimistisch.

Auch Markus Reichart von den Freien Wählern hofft noch auf seinen erneuten Wiedereinzug. „Es könnte aber eng werden“, meinte er am gestrigen Wahlabend.

Ein klare Niederlage musste gestern Jutta Herzner-Tomei von der FDP einstecken. Bei ihr war die Enttäuschung über die 3,3 Prozent ihrer Partei groß. Die Resonanz an den Wahlständen sei so positiv gewesen. „Eine Alleinherrschaft der CSU hat Bayern nicht verdient“, so eine niedergeschlagene Kandidatin am Wahlabend im Rathaus.

Auch Landtagskandidat Christian Höbusch von den Grünen musstedie Nachricht von der schwarzen absoluten Mehrheit sacken lassen. Die Grünen erhielten 8,6 Prozent der Stimmen. Nach Meinung von Hübusch erhielt die Partei unter anderem  die Quittung für ihr geplantes Steuerkonzept und die Einführung des Veggie-Day.