Energiewende belastet regionale Wirtschaft

Ingolstadt (intv) Im Zuge der Energiewende sollen bis 2022  alle Kernkraftwerke in Deutschland stillgelegt sein. Ein hochgestecktes Ziel. Um diesen Schritt zu gehen, müssen die Kapazitäten anderweitig ersetzt werden. Vor allem Betriebe sind angehalten, Strom- und Energieverbrauch einzuschränken und effizientere Wege einzuschlagen. Eine Belastung besonders für regionale, mittelständische Unternehmen. So der Tenor beim Energiegremium der IHK Ingolstadt-Pfaffenhofen. „Bereits 79 Prozent der Betriebe sparen bereits Energie und gestalten ihre Betriebs- und Produktionsabläufe effizienter, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, berichtet Dr. Norbert Ammann, Referatsleiter Energie und Rohstoffe der IHK München und Oberbayern. „Viele setzen zum Teil bereits erneuerbare Energien ein.“ Das werde auch erforderlich, wenn Bayern bis 2021 die Hälfte des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien schöpfen will, betont der IHK-Referatsleiter. Die Grätsche zwischen Versorgungssicherheit im Betrieb und Umweltschutz wird für Industriebetriebe die große Aufgabe der nächsten Jahre werden. Ein umso größerer Anreiz für Unternehmen, energieintensive Prozesse effizienter zu gestalten, da laut Ammann sinkende Strompreise auch in der nächsten Zeit nicht in Sicht sind.