Energiedialog beendet: Stromtrassenverlauf weiter ungewiss

Eitensheim (intv) Nach zwei Monaten endete heute der Energiedialog der Staatsregierung zur Zukunft der bayerischen Energieversorgung. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte mehrere Dutzend Verbände und Organisationen eingeladen – von Bürgerinitiativen über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, um über das Problem der sogenannten Monstertrasse zu diskutieren. Die erhoffte Lösung gab es noch nicht. Dennoch wertet Aigner den Energiedialog als Erfolg. Bezüglich der Trassen nannte sie die Formel „2-X“, wobei Berlin entscheidet, wie groß X ist. Eine Aussage, die die Bürgerinitiativen in der Region mit Argwohn betrachten, denn schließlich kann das alles heißen. Die erhoffte Entwarnung bleibt also aus.

Eigentlich wollte Aigner heute erste Eckpunkte für eine Lösung der Stromtrassenfrage präsentieren. Stattdessen hat sie das Thema „Monstertrasse“ nun scheinbar gänzlich an Horst Seehofer abgegeben. Dieser könnte in Berlin als Kompromiss der sogenannten SüdLink-Trasse zustimmen. Diese würde noch vor Würzburg enden, unsere Region also nicht mehr betreffen. Kein Grund für die Bürgerinitiativen den Kampf einzustellen. Nirgends würde eine Monstertrasse gebraucht, so Imke Lorenz, Sprecherin der „Bürger Initiative Eitensheim“. Vielmehr sollten die Politiker endlich dezentrale Lösungen in Bayern vorantreiben. Dann sei es auch nicht nötig Strom quer durch Deutschland zu transportieren. 

Die Bürger werden weiterhin zeigen, dass sie keine Monstertrasse wollen. Eine endgültige Entscheidung kann noch dauern. Erst dann werden wir wissen ob 2-X null ergibt.