Endgültiges Aus für Geburtshilfe-Station in Schrobenhausen

Schrobenhausen (intv) Aus für die Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen: Der Kreißsaal und die Hebammenstation bleiben endgültig geschlossen. Das hat der Aufsichtsrat der Klinik in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Einer der Hauptgründe: Der Hebammenmangel. Innerhalb der letzten Monate war es – trotz intensiver Suche – nicht gelungen, ausreichend Geburtshelferinnen für eine Rundum-Versorgung zu finden.

Ein vorläufiges Ende finden damit auch die Anstrengungen von Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU). Er hatte sich zuletzt intensiv für den Erhalt der Geburtshilfe eingesetzt. Sogar eine Allianz bayerischer Bürgermeister hatte Stephan gegründet, denn Schrobenhausen steht mit diesem Problem nicht alleine da. Mit rund 300 Geburten pro Jahr sei der wirtschaftliche Betrieb einer Geburtshilfestation in Krankenhäusern dieser Größe nicht möglich; darüber sind sich viele Klinikbetreiber einig.

Werdende Mütter aus Schrobenhausen und Umgebung müssen nun auf Nachbarkliniken wie Pfaffenhofen, Aichach oder Neuburg ausweichen.