Ende der Milchquote: Reaktionen aus Hohenwart und München

Hardt/Hohenwart (intv) 31 Jahre alt ist Daniel Birgmeir. Genauso alt wie die Milchquote. Im Gegensatz zu diesem agrarpolitischem Instrument hat Birgmeir ein Zukunft. Die Milchquote jedoch hat die Europäische Union mit dem heutigen Tag abgeschafft. Birgmeir muss also künftig nicht mehr im Voraus für jeden Liter Milch zahlen, den er produziert. Dafür sind aber auch Preise und Abnahme seines Produkts nicht mehr garantiert. Doch dem jungen Landwirt ist nicht bange. Mit 100 Kühen in seinem hochmodernen Stall in Hardt bei Hohenwart braucht er sich über die Zukunft keine Sorgen zu machen. Auch wenn der Preis künftig schwanken wird. Zuversichtlich ist auch der Milchreferent des Bayerischen Bauernverbandes in München. Hans-Jürgen Seufferlein vertraut auf den Markt und weiß, die Nachfrage nach Milch steigt. Vor allem in Asien, wo die weiße Flüssigkeit nicht zur traditionellen Ernährung gehört, aber als Luxusprodukt immer mehr wohlhabende Konsumenten findet. Milch wird auf dem Weltmarkt gehandelt. Davon wird Bayern langfristig profitieren. Denn hier ist der Klimawandel noch nicht so brutal zu spüren, wie in USA, Australien und Neuseeland. Das sind die Länder, die am meisten Milch auf den Weltmarkt werfen -und in den letzten Jahren immer wieder schwere Dürren zu verkraften hatten.