Eine Schweigeminute artet aus: „Das schweigende Klassenzimmer“ im intv Kinotipp

Ingolstadt (intv) Eine wahre Geschichte über Mut, Meinungsfreiheit und unermüdlichen Zusammenhalt. In unserem heutigen Kinotipp artet die Schweigeminute einer Schulklasse derart aus, dass die Schüler zu Staatsfeinden werden. Vorhang auf für „Das schweigende Klassenzimmer“.

Stalinstadt, 1956: Eigentlich wollen die Abiturienten, allen voran Theo und Kurt, nur ihr Mitgefühl gegenüber den Gefallenen im ungarischen Volksaufstand ausdrücken. Doch ihre Schweigeminute hat schwerwiegende Folgen. Der Volksbildungsminister befürchtet in der Aktion eine Revolution.

„Da geht’s auch um Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Sich so viele Informationen wie möglich einzuholen, um sich eine klare Meinung zu bilden. Und es geht vor allem auch darum, einen Standpunkt zu wählen. Und mit den Konsequenzen dieser Meinung zu leben und dazu zu stehen.“, erzählt Schauspieler Leonard Scheicher.

Die Schüler halten zusammen und rücken die Namen derer, die die Idee zur Schweigeminute hatten nicht raus. Schon bald wird die gesamte Klasse von Vertretern der Stasi beobachtet. Der Druck auf Theo, Kurt und Lena wächst immer mehr.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Dietrich Garstka – einer der insgesamt 19 Schüler, die 1965 aus Solidarität eine Minute lang geschwiegen haben. Eine Geschichte, die vor allem die jungen Hauptdarsteller bewegt hat. Die hoffen nun, dass der Film auch beim Publikum gut ankommt.

„Erstmal möchte ich, dass das Publikum berührt ist von dem Film und, wenn die Zuschauer danach noch über den Film nachdenken und etwas von diesem Gefühl bleibt, dann fände ich das sehr gut.“, erklärt Darsteller Tom Gramenz.

„Das schweigende Klassenzimmer“ ist ab Donnerstag in den Kinos zu sehen.