Eine Reise auf dem Amazonas: „Der Schamane und die Schlange“ im intv Kinotipp

Eichstätt (intv) Unser heutiger Kinotipp ist mal etwas ganz anderes: schwarz-weiß, mit deutschen Untertiteln und ganz schön preisverdächtig. Der Film stammt aus Kolumbien und räumte dieses Jahr schon bei etlichen internationalen Filmfestivals ab. Außerdem war er für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert.

Es ist das Jahr 1909, mitten im Amazonas-Dschungel in Kolumbien. Der Schamane Karamakate ist der letzte Vertreter seines Stammes. Eines Tages trifft er auf den deutschen Ethnologen Theodor Koch-Grünberg, der an einer tödlichen Krankheit leidet. Manduca, ein Eingeborener, begleitet ihn. Manduca bittet den Schamanen um Hilfe bei der Heilung des Kranken. Karamakate erklärt sich nur  widerwillig dazu bereit. Zu tief sitzt sein Hass gegen die weißen Männer, die sein Volk ausgelöscht haben. Allerdings kann nur eine seltene Heilpflanze den Europäer retten. Die drei Männer treten eine abenteuerliche Reise an.

Regisseur Ciro Guerra fängt mit seinen ausdrucksvollen Bildern die mythische Atmosphäre des Dschungels ein. Dennoch übt er mit seinem Film auch Kritik, an der Vertreibung der einheimischen Völker sowie der Ausbeutung des Regenwaldes.