Eine Aussprache eskaliert: Volksbühne Schrobenhausen probt neues Stück

Schrobenhausen (intv) „Der Gott des Gemetzels“. Ein Titel, der schon darauf schließen lässt, dass es im neuen Stück der Volksbühne Schrobenhausen heiß hergeht. Denn was als harmlose Aussprache beginnt, endet in einem handfesten Streit.

„Die Schwierigkeit an dem Stück ist, wir sind nur vier Personen und wir sind die ganze Zeit auf der Bühne. Also wir können nicht mal kurz hintergehen und was trinken oder überlegen. Wir sind immer präsent und müssen immer abliefern.“, erklärt Theaterspieler Uwe Pojda.

Im Stück treffen sich zwei Ehepaare zu einer Aussprache. Ihre Söhne, Ferndinand und Bruno haben sich in der Schule so heftig geprügelt, dass einer der beiden sogar zwei Zähne verloren hat. Am Anfang sind sich beide Paare einig, dass es für ihre Söhne Konsequenzen geben muss. Doch im Laufe des Gesprächs entbrennt eine Diskussion über Recht und Unrecht und die anfangs freundliche Fassade beginnt zu bröckeln. Uwe mimt dabei den braven Ehemann, der seiner Frau nicht widerspricht. Ronny dagegen ist der erfolgreiche und intellektuelle Anwalt.

Regisseur Georg Berger hat sich in diesem Jahr bewusst für ein Vier-Personen-Stück entschieden. Kommendes Jahr feiert der Theaterverein nämlich sein 70-jähriges Bestehen und da möchte Berger dann etwas richtig Großes aufziehen. Am Freitag feiert „Der Gott des Gemetzels“ Premiere im Schrobenhausener Herzog-Filmtheater. Sechs weitere Aufführungen folgen.