Einäscherungsquote steigt

Ingolstadt (intv) Feuer- oder Erdbestattung? Diese Frage sollte am Besten zu Lebzeiten geklärt werden. Ist das nicht passiert, dann liegt die Entscheidung bei den Angehörigen. In Deutschland sterben pro Jahr in etwa 860.000 Menschen. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter verzeichnet, dass das Interesse an Feuerbestattungen immer größer wird. Mit 54,5 Prozent im Verhältnis zu See- und Erdbestattung ist ein deutlicher Trend erkennbar.

Im Laufe der Zeit hat sich die deutsche Bestattungskultur verändert. Es soll billig und pflegeleicht sein. Ob die Feuerbestattung wirklich billiger ist, als eine Erdbestattung, das hängt von den Wünschen der Angehörigen beziehungsweise des Toten ab. Allerdings müssen die Angehörigen bei der Auswahl der Urne, genauso wie beim Sarg, darauf achten, dass sie biologisch abbaubar ist. Viele Kommunen schreiben das sogar vor. In Sachen Grabpflege sei ein Urnengrab wesentlich einfacher, wie bei einer Erdbestattung, so Bestatter Alwin Pfaff. Schon allein wegen der Größe.

Auch wenn der Trend zur Urne geht, es ist sinnvoll schon zu Lebzeiten über die Bestattungswünsche nachzudenken. So haben es die Hinterbliebenen in der schweren Zeit zumindest damit ein wenig leichter.Ebenso sollte bedacht werden, dass vielen Hinterbliebenen zum Abschiednehmen ein Sarg wichtig ist.