Ein Stadtviertel wehrt sich gegen B13-Lärm: Bürgerinitiative in Eichstätt nimmt Gestalt an

Eichstätt (intv) Geschichtsträchtige Orte, wildromantische Felsenlandschaften und eine kurvige B13 – Das Altmühltal lockt viele Motorrad-Fahrer an. Aber nicht alle halten sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Je schneller, desto lauter, desto besser! Den Anwohnern bei der B13 durch Eichstätt reicht es. Ein ganzes Stadtviertel will sich gegen den Lärm der Raser wehren und bereitet eine Bürgerinitiative vor. Die nimmt langsam Gestalt an.

Der Ärger und der Wille sich zu wehren sind im Eichstätter Westen groß. Mehr als 50 Anwohner von schätzungsweise 1000 betroffenen Bürgern sind zu der Informations- und Diskussionsveranstaltung von Adalbert Lina gekommen. Alle Anwesenden würden einer Bürgerinitiative sofort beitreten. Denn der Lärm beeinträchtigt ihre Leben. Grillen oder Baden im Gartenpool – Im Sommer bleiben die Anwohner lieber im Haus oder fahren füf mehrere Wochen weg.

Da wohnen wo andere Urlaub machen? Der Spruch gilt hier wohl eher nicht. Bisherige Gegenmaßnahmen der Stadt und der Polizei gehen nach hinten los oder zeigen nur geringe Wirkung, erklärt Ott-Gerd Eckstein gesetzter Vorsitzender der künftigern Bürgerinitiative:
„Dankabererweise wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzug gemacht und der Parklplatz gesperrt. Das bringt schon ein bisschen was. Der Fahrbahnteiler war grundsätzlich keine schlechte Idee. Letztere nutzen die jungen Motorradfahrer seit Herbst um das auf der kleineren Fahrbahn zu erreichen was vorher auf der großen möglich war.“

Schallschutzwände würden die schöne Aussicht über Eichstätt zerstören. Sie wollen das Problem jetzt selbst angehen und direkt an die zuständigen Politiker herantreten, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Erste Pläne hat die Prä-Bürgerinitiative auch schon. Im kommenden Frühjahr wollen sie an der B13 für mehrere Stunden demonstrieren. „Wir wollen erstmal kleine Schritte machen, und zum Beispiel eine zeitweise Straßensperrung für das komplette Wochenende durchbringen. Damit wäre uns schon sehr geholfen.“, erklärt Adalbert Lina, Organisator der Informationsveranstaltung.

Er hofft zum offiziellen Start der Initiative voraussichtlich im Januar 2019 auf mindestens 100 Mitglieder. In circa zwei Wochen möchten sich die Initiatoren des Projekts zu einer Art Vorstandssitzung treffen.