Ein Spielplatz voller Wildbienen: Bund Naturschutz klärt auf

Schrobenhausen (intv) Bei einer Bürgerversammlung vor drei Jahren sind die Wildbienen in Edelshausen das erste Mal in den Fokus gerückt. Die Kinder würden sich aus Angst gestochen zu werden, nicht mehr auf den Spielplatz trauen. Doch genau dort fühlen sich die Insekten besonders wohl. Und auch wenn sie „Gemeine Sandbienen“ heißen, so sind sie doch völlig harmlos.

Der dreijährige Tamino beobachtet gerne die vielen Sandbienen. Er und seine Mama Karin wohnen direkt gegenüber vom Spielplatz. Fast täglich sind sie dort. Bedenken hat Karin Stegmeier wegen der Insekten nicht. „Die Zeit in der die Bienen da sind, ist ziemlich kurz. Heuer ist es total spät angegangen, weil es so kalt war. Und das dauert dann wirklich nur bis Mai und dann kommen sie erst wieder Ende Juli. Es sind eigentlich nur vier Wochen, wo hier wirklich Betrieb ist und ansonsten sieht man die Bienen fast nie. Alle, die hier wohnen wissen das und wir gehen in den Bereich, wo ganz viele sind, gar nicht rein. Und dann ist das für uns auch kein Problem.“, erzählt die Anwohnerin.

Auch Brigitte Streber vom Bund Naturschutz kann alle besorgten Anwohner beruhigen. Im Gegensatz zu den Honigbienen sind Wildbienen, zu denen auch die Sandbienen gehören, nämlich Einzelgänger und können gar nicht stechen.

„Die Drohnen, egal ob Honigbienen oder alle anderen Bienen, die haben keinen Stachel. Aber die Weibchen bei den Honigbienen haben einen Stachel, auch bei den Hummel und bei den Wespen. Die haben aber ein Volk und dann das wollen sie verteidigen. Die Wildbiene hat nur sich selbst und ergibt sich ihrem Schicksal. Entweder sie überlebt oder wird gefressen. Und damit sie nicht gleich gefressen wird, schaut sie halt gefährlich aus.“

Brigitte Streber bemüht sich deshalb um Aufklärung. Sie sieht aber auch die Politik in der Pflicht. Kinder sollten schon in der Grundschule mehr über Tierarten lernen. So entstehen dann auch keine Ängste – wie hier in Edelshausen.