Ein Spielplatz und ein „Luxuskreisel“:

Neuburg a.d. Donau (intv) Selbst für Einheimische herrschen bei der Kreuzung Matthias-Bauer-Straße/Schulstraße in Heinrichsheim oftmals Verwirrung und unklare Vorfahrtsverhältnisse, so die Meinung von SPD-Stadtrat Horst Winter. Hier laufen drei Straßen, darunter eine verkehrsberuhigte, zusammen. Winter fordert eine Lösung, und das schon seit Jahren: „Es war im Haushalt schon für 2013 veranschlagt, ist dann auf 2015 verschoben wurden. Eine Möglichkeit wäre eine Kreuzung zu machen, die Matthias-Bauer-Straße dabei als vorfahrsberechtigt und die beiden Rechts-vor-Links-Kreuzung. Oder die kleine Insel in der Mitte auszubauen zu einem Kreisverkehr“, erklärt Horst Winter.

Die städtischen Planer rechnen für einen Kreisel allerdings bis zu 400.000 Euro ein. Für den sogleich betitelten „Luxuskreisel“ hat Oberbürgermeister Bernhard Gmehling allerdings gar nichts übrig, schon gar keine Steuergelder: „Man muss mit Steuergeldern umsichtig umgehen. Wir sprechen hier von viel Geld und die Stelle ist kein Gefahrenschwerpunkt.“ Der Tagesordnungspunkt wurde schlussendlich an den Verkehrsausschuss weitergereicht.

Einhellige Zustimmung im Bauausschuss fand dagegen der von Eltern beantragte Kinderspielplatz im Baugebiet Heinrichsheim-Mitte. Ein Vorort-Termin war allerdings auch hier notwendig: „Im letzten Bauausschuss waren wir eigentlich schon beschlussfähig, aber dann kam das Sickerbecken zur Sprache, ob das zu gefährlich ist in der Nähe. Jetzt haben wir uns das vor Ort nochmal angeschaut. Ich denke in dem Bereich können die sechs Spielgeräte ohne weiteres aufgestellt werden“, so Gmehling.

Weit kostengünstiger als ein Luxuskreisel: Der Spielplatz ist mit rund 20.000 Euro veranschlagt. Darin ist ein 1,2 Meter hoher Stabholz-Zaun beinhaltet, der Hunde vom Spielplatz und die Kinder vom Sickerbecken fernhalten soll. Sechs verschiedene Spielgeräte sollen bald für den maximalen Freizeitspaß sorgen.