Ein Monat nach der Explosion

Irsching (intv) Erlebnisse, die bleiben. An Gerhard Kachel ist die Explosion in der Raffinerie nicht spurlos vorbeigegangen. Der Produktionsleiter und seine Kollegen sind immer noch dabei, die Ereignisse zu verarbeiten.

Der Anlagenkomplex gleicht einen Monat nach der Explosion einem Bild der Zerstörung. Am 18. September hat die Feuerwehr das letzte Kleinfeuer gelöscht. Seitdem können die Ermittler sich den Explosionsort genauer ansehen.

„Man geht davon aus, dass man die Ursache, was das Ereignis ausgelöst hat, gefunden hat. Aber warum es dazu gekommen ist, das muss genau ergründet werden“, so Kachel. Offenbar ist die Explosion in einem Reaktor ausgelöst worden.

Die Mitarbeiter der Raffinerie räumen derweil weiter auf. Statiker sind vor Ort um die Gebäude zu prüfen. Manche Gebäude bleiben gesperrt. Andere, wie zum Beispiel die Messwarte, sind schon wieder frei gegeben. Auch die Anlagen schauen sich Statiker genau an. Eine Produktion ist im Moment aber noch nicht möglich, auch wenn weite Teile der Raffinerie die Explosion gut überstanden haben. Wie hoch der Millionenschaden letztendlich ausfällt, kann noch niemand sagen. Noch läuft die Bestandsaufnahme zusammen mit den Versicherungen.

Die Raffinerie soll wieder aufgebaut werden. Das ist auch den Mitarbeitern ein Anliegen. Einfach weitermachen ist im Moment aber nicht möglich. Dazu sind die Erlebnisse vom 1. September noch zu sehr in den Köpfen.