Ein internationales Unternehmen zieht Bilanz

Schrobenhausen (intv) Egal ob München, Frankfurt oder Bochum. Abu Dhabi, Moskau oder Montreal. Die Schrobenhausener Firma Bauer ist in der ganzen Welt unterwegs. Rund 10.700 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen weltweit. Im Zuge der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag hat intv Reporterin Lisa Moosheimer den Vorstandsvorsitzenden Thomas Bauer zum Interview getroffen.

„2016 war für uns Unternehmen kein einfaches Jahr. Mit Blick auf die Endabrechnung sind wir aber ganz zufrieden. Wir haben eine Konzernleistung von rund 1,6 Milliarden Euro. Das ist etwas niedriger als im Vorjahr. Dennoch ist unser Umsatz um 1,5 Prozent gestiegen. Das liegt knapp unter unserer Planung. Nach drei sehr schweren Jahren, in denen wir rein im operativen Geschäft einen Verlust hatten, haben wir jetzt wieder ein positives Ergebnis geschafft.“, erklärt Bauer.

Die besondere Schwierigkeit lag in den vergangenen Jahren im Auslandsgeschäft. Daraus erwirtschaftet die Firma rund 70 Prozent ihres Umsatzes. Die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Probleme und Konflikte haben auch Auswirkungen auf das Schrobenhausener Unternehmen. Vom Brexit oder Trumps Protektionismus-Politik ist die Firma dagegen nicht betroffen. In Deutschland ist die Auftragslage gut. Bauer bietet bespielsweise bei der zweiten S-Bahn Stammstrecke in München mit.

„Für uns gibt es international viele interessante Großprojekte. Wir haben einen Auftrag für eine Salzmine in England bekommen. Wir sind bei einer Staudammsanierung in Indien beteiligt. In der ganzen Welt ist Aktivität drin. Außerdem sind es Projekte mit Volumen, so dass man auch mal eine Zeit vor sich hat. Da brauchen wir nicht jeden Monat nach einem neuen Projekt suchen. Es ist mehr Kontinuität da.“

Die Prognosen für 2017 sind vielversprechend. Das Unternehmen verzeichnet derzeit den besten Auftragsbestand der Firmengeschichte. „Das trifft praktisch alle Bereiche. Im Bau haben wir einen sehr guten Auftragsbestand, speziell auch in Deutschland. Im Maschinenbau hatten wir in den letzten fünf Monaten einen Auftragseingang, der sogar über unseren Planungen liegt. Wir sind in der Welt wieder deutlich besser in der Lage in der Konkurrenzlandschaft zurechtzukommen. So können wir positiv ins neue Jahr starten.“