Ein Eldorado mit Handlungsbedarf

Ingolstadt (intv) Es ist ein Eldorado für Spaziergänger, Jogger und Radlfahrer und vor allem im Sommer tummeln sich hier jede Menge Menschen. Die Rede ist vom Ingolstädter Glacis, ein etwa einhundert Hektar großer Grüngürtel, der die Stadt umschließt. Und obwohl der Park zu den bedeutendsten Ecken der Stadt zählt, gibt es vor allem zur warmen Jahreszeit oft ein Geruchsproblem. Der Grund: Die Schutter wurde in den vergangenen 40 Jahren über den Künettegraben in die Donau geleitet – und dadurch sind große Mengen an Schwebstoffen entstanden. Zwar gab es bereits Versuche, den Schlamm abzupumpen, das hat sich allerdings als nicht ganz einfach erwiesen. Denn der Schlamm sei zu wässrig, nicht zu vergessen, dass der Künettegraben mehr als ein Kilometer lang ist. Nun setzt sich Umweltreferent Rupert Ebner für eine andere Methode ein, um das Geruchsproblem in den Griff zu bekommen. „Die Idee ist, dass man den Künettegraben vollkommen leer laufen lässt. Die Schutter soll umgeleitet werden und dann kann der gesamte Schlamm entfern werden“, so Ebner. Idealerweise sollte die Schutter – die Ursache für das Geruchsproblem ist – dann durch ein Rohr fließen. Ein Vorhaben, das auch bei Ulrike Scharf Aufmerksamkeit erzeugen soll, so der Plan von Rupert Ebner. Noch gab es zwar keine Antwort von der Umweltministerin, vielleicht stehen aber schon im nächsten Jahr die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung, um die Schönheit des Künettegrabens wieder ohne Geruchsbelastung zu erleben.