Ein bisschen aus dem Alltag ausbrechen

Pfaffenhofen (intv) Sie verkleiden sich als Tiger, Zebras oder Fantasiewesen und schlüpfen komplett in die Rolle ihres selbst ausgedachten Charakters. Nein, das Ganze hat nichts mit Fasching zu tun, sondern mit einem Trend, der ursprünglich aus Amerika kommt. „Furry Fandom“ nennt sich das Ganze – klingt erstmal sehr skurill, dahinter steckt aber eine weltweite Gemeinschaft. Julia Kipp aus Pfaffenhofen hat eine Geschäftsidee daraus entwickelt. Sie entwirft die Kostüme, die sogenannten „Fursuits“ – und zwar von Kopf bis Fuß. Das ist den „Furrys“ auch einiges wert – ab 1.500 Euro kostet so ein Anzug, nach oben gibt es keine Grenze. 80 bis 150 Stunden braucht sie für ein Kostüm, da ist sowohl handwerkliches als auch technisches Geschick gefragt – die Masken gestaltet Julia mit einem 3D-Drucker. Die Idee, ein Geschäft aus ihrem Hobby zu machen, hat sich während ihres Studiums konkretisiert. „Da war ich gezwungen, einen Businessplan anzufangen. Dadurch hab ich mich tiefer in die Materie hineingedacht und bin jetzt überzeugt, dass die Sache funktionieren könnte“, so Kipp. Momentan entwirft Julia die Kostüme vor allem für Freunde und Bekannte. Ende September ist sie fertig mit ihrem Studium und dann will sie ganz einsteigen, in die außergewöhnliche, spannende Welt des Furry Fandom.