Ein Besuch bei Regens Wagner in Absberg

Absberg (intv) Bereits 1847 begann die Arbeit von Regens Wagner und hat bis heute nicht an Bedeutung verloren – ganz im Gegenteil. Gemeinsam mit den Dillinger Franziskanerinnen gründete er das Werk, das sich um Menschen mit Behinderung kümmert. Der Leitgedanke ist: den Menschen eine möglichst große Selbstbestimmung zu ermöglichen. Heute beraten, begleiten und fördern die Regens-Wagner-Einrichtungen über 7000 Menschen in ganz Bayern. Eine davon ist Regens-Wagner in Absberg im Bistum Eichstätt. 160 Menschen sind hier in 17 verschiedenen Arbeitsgruppen und im Bildungsbereich beschäftigt. Gabi Lehner  lebt seit fast 40 Jahren in der Einrichtung und arbeitet in der Kreativ-Werkstatt. Die spastisch gelähmte Frau hat die Möglichkeit ihr Leben selbst zu gestalten.

Die Ausbildung in den Werkstätten beginnt mit einem dreimonatigen Eingangsverfahren. Dann folgt ein Vorbereitungsjahr. Der Unterricht findet je nach Leistungsvermögen statt, dabei wird individuell gezielt unterrichtet und gefördert. Dann durchlaufen die Behinderten  ein Jahr lang, die verschiedenen Arbeitsbereichen, sammeln erste Erfahrungen und erlernen die nötigen Fertigkeiten. Anschließend entscheiden sie selbst in welchem Bereich sie dauerhaft arbeiten wollen. Sicher ist: für alle wird eine geeignetes Umfeld und Betätigungsfeld gefunden. Sinnstiftende Arbeit, die das Selbstbewusstsein stärkt, das ist das Ziel.