Schuldspruch im Anastasia-Prozess

Ingolstadt (intv) Das Landgericht Ingolstadt hat im so genannten Anastasia- Prozess den Angeklagten wegen Mordes und wegen Schwangerschaftsabbruchs zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit folgte die Strafkammer am Donnerstagmorgen der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Das Gericht sieht es als erwiesen, dass der 25-jährige Ex-Soldat im November 2015 die 22-jährige schwangere Kellnerin zunächst mehrmals heftig auf den Kopf geschlagen und anschließend in die Donau gezerrt hat. Der Verurteilte war noch am Tag, als die Leiche entdeckt wurde festgenommen worden. Die junge Frau hatte in einer Notunterkunft der Stadt gelebt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte der 25-jährige die Schwangere ermordet, weil er sein unbeschwertes Junggesellenleben weiterleben wollte.

Im Verlauf der Ermittlungen und der Verhandlung wurden über einhundert Zeugen befragt und Spuren ausgewertet. Der Prozess dauerte 22 Tage. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.