Eichstätt entscheidet

Eichstätt (intv) Am 1. Mai ist die Meinung der Eichstätter gefragt. 1.110 Unterschriften sind bei Oberbürgermeister Andreas Steppberger eingegangen, 1.058 davon gültig. Damit ließ der Stadtrat gestern Abend das Bürgerbegehren „Denkmalschutz für die Burg – Stoppt die Bebauung des Grüngürtels“ zu. Eine Bürgerinitiative will bekanntlich die Berufsschulerweiterung am Burgberg verhindern. Doch die Stadtverwaltung kontert mit einem Ratsbegehren. „Wir sind für einen Ausbau der Berufsschule genau an diesem Standort am Burgberg. Wir wollen, dass der Schulstandort Eichstätt gesichert wird. Die Berufsschule ist hier in Eichstätt ein ganz prägendes Element“, betont Andreas Steppberger, Oberbürgermeister der Stadt Eichstätt.

Werkstätten, eine Sporthalle und Klassenzimmer sollen im dritten und letzten Bauabschnitt auf der Grünfläche neben der Berufsschule laut Bebauungsplan entstehen. Ohne die Erweiterung sieht Schulleiter Wendelin Ferstl den Schulstandort Eichstätt in Gefahr. „Wir dürfen hier den Anschluss nicht verlieren. Wenn wir hier die Chance nicht nutzen, Theorie und Praxis in modernen Werkstätten an einem Campus zu vereinen, dann kann es für die Zukunft problematisch sein, neue Sprengel zu bekommen und Alte zu halten.“

Sie sei nicht grundsätzlich gegen die Erweiterung der Berufsschule, betont Anna Asbach, die Initiatorin des Bürgerbegehrens, die gestern Abend dem Stadtrat offiziell ihre Beweggründe mitteilte. „Der Grüngürtel sei Eichstätts wertvollstes Kapital“, so Asbach. Außerdem seien für sie die Sichtbeziehungen zur Willibaldsburg gestört.