Effizienz nicht nur im Motor

Ingolstadt (intv) Ingolstadts größter Automobilhersteller Audi bekräftigt erneut sein Bekenntnis zur Region: Rund 50 Fahrzeuge der neuen Produktserie A3 e-tron laufen pro Tag auf der Schanz vom Band und mit ihnen das erste Plug-in-Hybridmodell der Premiummarke. Den Weg in die e-mobile Zukunft will Audi auf der Linie und im Takt bewältigen: Denn die Produktion des elektrisch betriebenen e-tron ist in die bestehende Fertigungslinie des normalen A3 integriert. Jedes zwölfte Auto dieser Linie ist ein e-tron. Seit September hat Audi die Produktion im Stammwerk Ingolstadt hochgefahren. Dabei bleibt die Taktzeit auf dem selben Niveau: Eine etwa 60 Meter lange Förderschleife konnte als sogeannter Mäander genutzt werden, ein Abschnitt, wo nur am e-tron gearbeitet wird, die normalen A3 werden oben weiterbefördert.

„Auf diesem Mäander wird die Leistungselektronik verschraubt, die e-tronspezifisch ist, das heißt, das gibt es nur bei einem Elektrofahrzeug. Das komplette Fahrwerk kommt aus dem Erdgeschoss. Dort sind bereits der Verbrennungsmotor, die E-Maschine und die Batterie mitaufgelegt. Das wird dann von unten mit der Karosse verheiratet, wird dann mit Robotern von unten verschraubt. Was früher eine sehr schwere, muskelintensive und unergonomische Arbeit war. Inzwischen übernehmen das Roboter“, erklärt Siegfried Schmidtner, Leiter der A3-Fertigung.

Nur speziell geschultes Personal arbeitet in sieben Einbauschritten an der Hochvoltelektronik. Der Antrieb des e-tron ist zweigeteilt. Neben einem Verbrennungsmotor ist das Elektrofahrzeug mit einer 75 Kilowatt starken E-Maschine ausgestattet. Gesamtleistung: 204 PS. Emissionsfrei nur mit Strom kommt man etwa 50 Kilometer weit. Die Nachfrage nach dem kompakten Elektromodell ist, so Werksleiter Peter Kössler, überraschend hoch: „Wir hatten in den ersten 24 Stunden, als das Auto auf den Markt kam, schon 600 Anfragen allein aus Norwegen und der weitere Auftragseingang ist auch sehr gut. Nichtsdestotrotz hat uns die komplexe Technik, auch im Bezug auf die Hochvoltelektronik, vor Herausforderungen gestellt, da waren anfangs schon Berührungsängste da.“

Ab diesem Winter werden die Elektroautos in Deutschland und Mitteleuropa ausgeliefert. Nächstes Jahr steht die Markteinführung dann in den USA und in China an.