EADS konkretisiert geplanten Stellenabbau

Ingolstadt (intv) Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat am Montag seine Umbau-Pläne vorgestellt. Der gesamte EADS-Konzern wird nach seiner Flugzeugsparte Airbus umbenannt und aus Einsparungs- und Wettbewerbsgründen tiefgreifend umstrukturiert. Die Pläne dafür wurden gestern dem Europäischen Betriebsrat vorgelegt. Diese sehen unter anderem die Zusammenlegung der Verteidigungssparten Cassidian und Airbus Military mit der Raumfahrttochter Astrium zur neuen Sparte Airbus Defence and Space (Airbus DS) vor. Mit dem Plan gehen umfangreiche Sparmaßnahmen und Stellenstreichungen einher. Insgesamt plant der Konzern bis 2016 den Abbau von 5.800 Stellen. 500 davon in der Zentrale von EADS, die übrigen 5300 bei Cassidian und Astrium.

Von rund 2 600 Arbeitsplätzen in Deutschland ist die Rede. Für betroffene Mitarbeiter sollen bei Airbus und Eurocopter 1500 Stellen bereit gestellt werden, auch werden etwas 1 300 befristete Verträge nicht verlängert. Trotzdem ist in der EADS-Mitteilung von einem „endgültigem Personalabbau“ von bis zu 1450 Stellen die Rede. Inwieweit der Standort Manching betroffen sein wird entscheidet sich erst im nächsten Jahr. Die Umstrukturierung greift ab 1. Januar 2014 und soll bis Mitte des Jahres funktionsfähig sein. Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler kritisierte die Pläne von EADS. „Wir brauchen eine langfristige Perspektive für die Arbeitsplätze und Standorte“, sagte Wechsler.

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