Durch Gewinnversprechen fünfstelligen Geldbetrag erschwindelt

Ingolstadt (intv) Bislang unbekannten Betrügern gelang es durch die Vorspiegelung eines Geldgewinns, einen 64-jährigen Mann zum Transfer eines hohen fünfstelligen Geldbetrags zu bewegen.

Erstmals im Juni 2013 erhielt der Mann einen Anruf von einer angeblichen Hamburger Rechtsanwaltskanzlei. Bei diesem Telefonat eröffnete ihm die Anruferin, dass er einen hohen sechsstelligen Betrag gewonnen habe. Allerdings wären vor der Überweisung der Gewinnsumme noch Gebühren zu bezahlen. Daraufhin kam es zu einem ersten Geldtransfer durch den vermeintlichen Gewinner. In den folgenden Monaten wurden dann immer wieder für angebliche Steuern, Notargebühren, Zollabgaben weitere Geldtransfers gefordert und von dem Mann auch geleistet. Diese summieren sich inzwischen auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Zu der erwarteten Gewinnauszahlung kam es jedoch nicht, so dass der Geschädigte schließlich Anzeige bei der Polizei erstattete.

Leider gelingt es Betrügern immer wieder mit solchen Gewinnversprechen ihre Opfer zu finanziellen Vorleistungen zu bewegen. Die Geschädigten werden bei dieser Vorgehensweise regelmäßig kontaktiert und mit weiteren Forderungen konfrontiert. Dabei geben sich die Täter oft auch als Amtspersonen wie z. B. Notare, Rechtsanwälte und Polizeibeamte aus.

Folgende Verhaltenstipps bittet die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt im Falle eines Anrufs, bei dem ein Gewinn versprochen wird, zu beachten:

 

  • Schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen keinen Glauben – insbesondere, wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen geknüpft ist!
  • Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon nicht unter Druck setzen. Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden würden Sie niemals zu einer Geldüberweisung nötigen!
  • Tätigen Sie keine Geldtransfers im Zusammenhang mit Gewinnversprechen. Bei echten Gewinnen muss kein Geld im Voraus überwiesen werden!
  • Geben Sie telefonisch keine persönlichen Informationen (Kontodaten, Kreditkarten-Nummern, Adressen etc.) an Unbekannte weiter!
  • Wenden Sie sich bei einem verdächtigen Anruf an die Polizei.