DTM im Miniformat

Manching (intv) Heiße Motoren und schnittige Autos, die mit hoher Geschwindigkeit über die Strecke heizen. Und das alles im Miniformat. Der Speed League Racing Club Ingolstadt hat am Wochenende zum Deutschlandfinale im Modellauto-Rennsport geladen. Über 140 Teilnehmer sind dafür in die Manchinger Mehrzweckhalle gekommen.

Ein Lauf dauert zwischen fünf und acht Minuten. Die Fahrer müssen hochkonzentriert sein und blitzschnell reagieren können. Einer von ihnen ist Stefan Strung. Er fährt für Ingolstadt und zwar in der höchsten Klasse, der sogenannten „Stock – Klasse“. Vor 16 Jahren hat ihn die Faszination für den Modellauto-Rennsport gepackt.

„Die Geschwindigkeit macht natürlich viel aus. Die Autos sind sehr schnell. Was mich aber noch viel mehr fasziniert ist die Technik dahinter. Man muss sich wirklich gut auskennen, um vorne mitzufahren. Das ist der Reiz dabei.“, erklärt Stefan.

Zwischen 15 und 20 aktive Fahrer gibt es beim SLR Ingolstadt. Einmal in der Woche trainieren sie. Nur wer viel übt, kann ein guter Fahrer werden. Vor allem am Anfang müssen die sie viel Durchhaltevermögen beweisen. Es dauert oft Jahre, bis ein Fahrer das richtige Gespür für sein Modellauto bekommt, erklärt Hans-Peter Bopp. Das schreckt viele ab. Schließlich müssen die Fahrer neben ihren Fahrkünsten auch ein technisches Know-how mitbringen.

„Einen guten Fahrer macht aus, dass er präzise fünf Minuten lang, die exakt gleiche Rundenzahl fährt. Aber eigentlich ist die Schwierigkeit, das richtige Setup zu finden.“, beschreibt Stefan.

Er gehört bereits zu den besten Fahrern Deutschlands. Im Finale der Stockklasse ist er am Sonntag auf den dritten Platz gefahren. Vielleicht legt er bei seiner nächsten Meisterschaft noch einen Zahn zu und macht somit den ersten Platz klar.