Drohnen-Praxistag

Eichstätt (intv) Drohnen liefern nicht nur atemberaubende Bilder aus der Luft, sie können auch in Gefahrensituationen nützlich sein. So liefern sie bei Einsätzen der Feuerwehr, des THW und des BRK auch bei uns in der Region Bilder der Lage von oben. Damit es im Luftraum keine Überraschungen oder sogar Kollisionen gibt, testen die Einsatzkräfte gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung ein bundesweit neues Trackingsystem. „Dabei handelt sich um ein UTM, ein Trafficmanagementsystem für unbemannte Luftfahrzeuge. Wir wollen sicherstellen, dass ein Drohnenpilot bemannte Flugobjekte in seiner Umgebung frühzeitig erkennen kann. Das ist mit bloßem Auge nicht immer gegeben, deshalb testen wir einen Prototypen, ein Luftlagebild, mit lokalen Sensoren, mit den Radaranlagen der DFS, mit kleinen Transpondern an den Drohen, sodass wir den Kollegen im Einsatz ein Luftlagebild geben können, das so vollständig wie möglich ist“, erklärt Tom Ahlers von der Deutschen Flugsicherung.

Beim Drohnen-Praxistag sind nicht nur Rettungskräfte aus allen Landkreisen der Region 10 vertreten, sondern auch Kollegen der Bundeswehr, die für die Flugplätze Manching und Neuburg zuständig sind. Beim Großbrand eines Entsorgungsunternehmens in Beilngries konnte die Drohne des Landkreises Eichstätt Glutnester lokalisieren und half unter anderem mit bei der Suche nach vermissten Personen. Auch für das Pfaffenhofener THW hat der fliegende Helfer bereits gute Arbeit geleistet, vor allem bei der Explosion der Raffinerie in Vohburg.

Bis August führen die Einsatzkräfte Testflüge durch. Erfahrungen und Feedback zum neuen System gehen dann zurück an die Deutsche Flugsicherung.