Drogenhandel im großen Stil: Urteil vor dem Landgericht

Ingolstadt (intv)  29.000 Euro – jede Menge Geld, wofür viele lange arbeiten müssen. Ein 37-Jähriger Ingolstädter hat sich das aber etwas einfacher gemacht. Er hat zwischen 2013 und 2015 mit Drogen gehandelt und dabei einen geschätzten Umsatz von 29.000 Euro gemacht. Heute musste er sich zusammen mit zwei weiteren Komplizen vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Mirsad B. soll in knapp 300 Fällen mit Kokain gehandelt haben – zu seinen Kunden zählten unter anderem Kneipenbesitzer und Barkeeper. Die Kripo Ingolstadt hat mehrere zehntausende Telefongespräche von Mirsad B. abgehört und ist dem Dealer so auf die Schliche gekommen. Mit ein Grund, weshalb der Familienvater heute vor dem Landgericht Ingolstadt ein Geständnis abgelegt hat. Und auch seine beiden Komplizen Imad D. und Sebastian B. waren geständig – sie haben allerdings nicht mit Kokain gehandelt sondern waren lediglich als „Geldeintreiber“ tätig. Das Landgericht Ingolstadt hat den Hauptangeklagten Mirsad B. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Seine beiden Helfer kamen mit einer Geldstrafe davon. Richter Thomas Denz betonte in seiner Urteilsbegründung, dass die Strafe ohne Geständnis deutlich härter ausgefallen wäre. Er hat dem Vater von drei Kindern zu einer Drogentherapie geraten.