Dreiste Diebe schlagen auf der Willibaldsburg zu

Eichstätt (intv) Eichstätts Wahrzeichen Schauplatz krimineller Energie. Dreiste Diebe haben die Nachbildungen zweier keltischer Schwerter und mehrere historisch wertvolle römische Münzen gestohlen. Am hellichten Tag zu Besuchszeiten: „Nach unseren ersten Ermittlungen haben die Diebe das Museum auf ganz legale Weise betreten. Das heißt sie haben bis jetzt offenbar Eintritt gezahlt, haben sich gezielt umgeschautm, um mögliche Zeugen auszuschließen und haben dann mehrere Vitrinen gewaltsam aufgebrochen. Dabei gingen die Täter mit brachialer Gewalt vor. Auch das könnte ein Ermittlungsansatz sein, ob andere Besucher zur Tatzeit etwas gehört haben. Wir vernehmen im ersten Schritt die anwesenden Mitarbeiter und hoffen auf Zeugenaussagen von anderen Besuchern“, erklärt Heinz Rindlbacher, Leiter der Polizeiinspektion Eichstätt.

Er schätzt den Wert der gestohlenen Stücke auf bis zu 10.000 Euro, dann kommt noch der angerichtete Schaden dazu.
Für den historischen Verein haben die Zeugnisse der Geschichte unschätzbaren Wert. „Wir waren alle überrascht, sowas ist noch nie passiert. Der historische Verein hat seit 1886 ein Museum auf der Willibaldsburg, seitdem haben wir noch nie einen Schaden gehabt“, so Albert Günther, Leiter des Museum für Ur- und Frühgeschichte und 1. Vorsitzender des Historischen Vereins Eichstätt. „Das sind wirklich Stücke, wenn die irgendwo auftauchen, die erkennt man sofort.“

Was die Diebe mit dieser besonderen Ware mit hohem Wiedererkennungswert jetzt anfangen wollen, bleibt unklar. Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei. Der Aufsichtsperson macht Günther keinen Vorwurf. Allerdings überlegt der historische Verein intensiver in Sicherheitsanlagen zu investieren. Günther will die leeren Vitrinen jedenfalls so schnell wie möglich wieder mit historischen Schätzen füllen.