Drei Busse mit 150 weiteren Flüchtlingen: Notunterkunft Trabrennbahn ist voll belegt.

Pfaffenhofen (intv) 150 weitere Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Afrika sind heute auf der Trabrennbahn Pfaffenhofen angekommen. Dort sollen sie drei Monate bleiben, bis dauerhafte  Unterkünfte irgendwo in Deutschland für sie gefunden sein werden. Soweit die Theorie. Doch die Anzahl der Asylbewerber wächst. Daher könnte es gut sein, dass die heute Angekommenen noch länger in dieser Notunterkunft bleiben müssen. Auf der Trabrennbahn lebten bereits 150 Flüchtlinge. Jetzt ist die Einrichtung mit 300 Menschen vollkommen belegt. Mitarbeiter des Landratsamtes übernehmen die Erstregistrierung und den Gesundheitscheck. Manche Flüchtlinge haben nur die Kleidung am Leib bei sich. Auf den schrottreifen Booten, die sie nach Europa gebracht haben, mussten sie ihr Gepäck über Bord werfen, damit die Boote nicht gleich am Beginn der Reise untergehen. „Wer nur seine Kleidung am Körper bei sich hat, bekommt von uns passende Garnituren zum Wechseln.“ Isabel Gallus ist gut gelaunt. Die oft zitierten Grenzen der Belastbarkeit bei den Ehrenamtlichen hat sie noch nicht erreicht. Der Asylhelferkreis Pfaffenhofen verfügt über so viele Aktive, dass eine Ablösung jederzeit möglich ist. Die werden auch in Zukunft noch gebraucht. Landrat Martin Wolf rechnet bis Februar 2016 mit 2.400 Flüchtlingen im Landkreis Pfaffenhofen.