Digitalisierungsstrategie Ingolstadt: Oberbürgermeister stellt Zukunftsvision vor

Ingolstadt (intv) Ob es das Bezahlen via App auf dem Handy ist, die Fahrplanauskunft am Busbahnhof oder digitale Assistenten wie Siri und Alexa – Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Sie betrifft uns alle – und sorgt für einen tiefgreifenden Wandel in jedem Lebensbereich. Oberbürgermeister Christian Lösel möchte nicht erst warten bis der Wandel Ingolstadt irgendwann überrumpelt und hat heute seine Vision von einer digitalisierten Stadt vorgestellt.

Anfang der 90er baute die Stadt das Güterverkehrszentrum um die Wirtschaft zu fördern. Ein paar Jahre später kam das Existenzgründerzentrum dazu um junge Unternehmer nach Ingolstadt zu ziehen. Anfang 2016 dann der Stadtratsbeschluss zum Digitalen Gründerzentrum. Ingolstadt wollte schon immer einen Schritt voraus sein und so will es Oberbürgermeister Christian Lösel auch mit der Digitalisierungsstrategie handhaben. Und die soll alle Lebensbereiche abdecken. Im Bereich Bildung sollen schon die Kleinsten von der Digitalisierung in KiTas profitieren. Das heiße aber auch, dass die Stadt für eine entsprechende Technik Ausstattung in den Schulen sorgen müsse und dass die Stadt schauen müsse ob sie auch entsprechende Bildungsangebote für Lehrer und Erzieher anbieten könnte, so Lösel.

Der Oberbürgermeister möchte darüber hinaus eine Stiftung gründen, die Forschungsstipendien vergibt. Sogar im Bereich Kunst und Kultur ist Digitalisierung möglich. Christian Lösel spricht zum Beipiel von 3D-Darstellungen der Stadtgeschichte in Museen, bis hin zur Etablierung digitaler Kunst in Ingolstadt. Die Gründung eines neuen Fördervereins soll da helfen. Fördernde Maßnahmen zur Digitalisierung soll es in Zukunft auch für Mittelstandsunternehmen geben und auch das Angebot im digitalen Rathaus soll erweitert werden. Damit das Mammut-Projekt Digitalisierung in Ingolstadt funktioniert, möchte Lösel eine Experten-Stelle einrichten.
Dennoch bleiben die Ideen erst einmal noch eine Vision. Der Stadtrat muss sich kommenden Dienstag erst einmal dazu entscheiden, dass Ingolstadt grundsätzlich eine Digitalisierungsstrategie braucht. Einzelne Aspekte und zusätzliche Ideen sollen in der Sitzung vom 08. Februar beraten werden.  Dann werden die entsprechenden Studien in Auftrag gegeben, d. h. , dass die Stadt Ende 2018 das Ergebnis vorliegen hat, so dass der Stadtrat beschließen kann was davon umgesetzt wird. Mit dem Ergebnis der Studien steht dann auch fest, wie umfangreich das Projekt wird und wieviele Kosten auf die Stadt zukommen.