Digitalisierung – Telekom-Konnektor besteht Praxis-Test

Ingolstadt (intv) Wir leben eigentlich im digitalen Zeitalter. Jeder kann sich überall mit jedem vernetzten. Nur Ärzte, Patienten und andere Bereiche des Gesundheitswesens konnten diesen Vorteil bisher noch wenig oder gar nicht nutzen. Mit dem heute in Ingolstadt vorgestellten Telekom Konnektor soll sich das noch dieses Jahr ändern.

Ein kleiner Kasten könnte die Notfallmedizin revolutionieren: Er soll zukünftig Arzt- und Notfallpraxen, Apotheken und andere medizinische Akteure miteinander vernetzen, damit sich die Behandlung der Patienten verbessert. Ein erster Schritt war die Vorstellung eines neuen Gerätes, des sogenannten „Konnektors“ in der Praxis von Dr. Jedamzik in Ingolstadt, der die Neuerung vier Wochen lang auf Herz und Nieren getestet hat. Der Konnektor hat die Größe eines handelsüblichen Routers und ist mit einem Kartenlesegerät verbunden. So ganz neu ist die Erfindung an sich aber nicht. Die Telekom ist bereits der zweite Anbieter und soll den Wettbewerb ankurbeln, um die Digitalisierung der Praxen voranzutreiben.

Der Konnektor bringt viele Vorteile. Die Patienten profitieren vor allem vom geringeren Verwaltungsaufwand und davon, dass im Notfall alle lebenswichtigen Daten wie Krankheiten oder Medikamentenunverträglichkeiten einsehbar sind. Darüber hinaus können die Patienten auch selbst Einsicht in ihre Akten nehmen.  Dr. Siegfried Jedamzik hofft, dass das die Patienten auch sensibilisiert.

Wegen der hohen Anschaffungskosten und Zunahme von Cyberkriminalität gibt es auch kritische Stimmen. In Ingolstadt sieht man eher die Vorteile der Digitalisierung. Denn durch die direkte Übertragung entstehen weniger Übertragungsfehler, weniger Verwaltungsaufwand und damit bleibt mehr Zeit für die Patienten.