Die Ziele des Interimspräsidiums der KU

Ingolstadt / Eichstätt (intv) Sie ist seit knapp zwei Monaten im Amt und steht vor jeder Menge schwieriger Herausforderungen. Die Rede ist von Gabriele Gien, der Interimspräsidentin der Katholischen Universität in Eichstätt. Zusammen mit drei Vizepräsidenten soll sie die aktuelle Misere der KU beenden. Heute hat das neue Quartett an der Spitze der KU über seine Ziele und Vorhaben für die Zukunft informiert.

Wenn es nach den Einschreibungszahlen der Katholischen Universität geht, haben sich die Querelen der vergangenen Wochen, Monate und sogar Jahre allerdings wohl nicht negativ ausgewirkt. Für das laufende Wintersemester sind 5316 Studenten immatrikuliert, ein neuer Rekord. Dennoch steht fest: Es muss sich einiges verändern an der KU, da ist sich das Interimspräsidium einig. Der bestehende Entwicklungsplan soll deshalb zu einem konkreten Strategieplan werden, der fünf Säulen umfasst. Zum einen soll das Grundstudium an der KU neu aufgestellt werden, zweiter wichtiger Punkt ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Standorten Ingolstadt und Eichstätt. Des Weiteren sollen Forschungsanträge eingereicht werden, um weitere Trittmittel zu generieren. Mit einem sogenannten „Student Development Center“ haben sich die Interimspräsidenten außerdem zum Ziel gesetzt, besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studenten einzugehen. Im fünften Punkt des Strategieplans geht es darum, ein regionales, europaweites und später auch internationales Netzwerk zu anderen Universitäten aufzubauen.

Viele verschiedene Aufgaben, die sich das Quartett an der Spitze der KU auf die Fahnen geschrieben hat. Die Universität soll aber nicht nur von innen heraus in neuem Glanz erstrahlen. Auch äußerlich werde sich einiges verändern – so ist eine Generalsanierung der fünf Kollegiengebäude auf dem Uni-Gelände geplant. Kostenfaktor: Rund 22 Millionen Euro. Jetzt heißt es für die Interimspräsidenten also einen kühlen Kopf bewahren und die einzelnen Punkte nach und nach abarbeiten. Die Ausschreibung für das neue Präsidium soll dann Ende 2015 mit einem Jahr Vorlauf erfolgen.