Die Vision vom urbanen Bauen

Ingolstadt (intv) Ingolstadt ist eine wachsende Großstadt. Über 1700 Neubürger zählt die Statistik allein im vergangenen Jahr. Die Prognosen sagen, immer mehr Menschen wollen in Ingolstadt wohnen. Die Struktur der Stadt ist was Wohnraum angeht aber noch nicht großstädtisch. Urbane Stadtviertel, wie sie in den vergangenen Jahren zum Beispiel am Münchener Hauptbahnhof entstanden sind, gibt es nicht. Noch nicht. Denn die SPD hat bereits ein konkretes Projekt im Auge.

Sie haben eine Vision. Die ist gewagt, aber durchaus ernst gemeint. Im Südosten Ingolstadts in der Nähe des Hauptbahnhofs soll ein neues Stadtviertel entstehen. Modern, groß, für über 12.000 Menschen. Es geht um das Areal, auf dem im Moment die Staudinger Hallen stehen. Als diese im Oktober vergangenen Jahres brannten, entstand zum ersten Mal die Idee für ein neues Stadtviertel.

Die SPD denkt groß. Nicht nur die Staudinger Hallen werden in ihrem Konzept zu Wohn-, Büro- und Geschäftsräumen. Auch der Güterrangierbahnhof könnte ihrer Meinung nach weichen für mehr Wohnraum. Stadtrat Robert Bechstädt glaubt, das Areal wäre nicht nur für die Pendler zum neuen Audi-Bahnhalt interessant.

Die Großstadt Ingolstadt soll im Bereich Bauen mehr wie eine Großstadt denken. Das ist auch eine Botschaft hinter der Vision der SPD. Damit diese überhaupt Wirklickeit werden könnte, müsste die Stadt die Bauflächen kaufen. Ein Sprecher der Staudinger Unternehmensgruppe sagte heute gegenüber intv, dass ein Verkauf der Fläche im Moment keine Option ist. Die Hallen seien zu 100 Prozent auf lange Sicht vermietet. Er sehe keine Möglichkeit, die Pläne der SPD umzusetzen. Von der Vision hat der Gewerbeparkbertreiber über die Medien erfahren. Die SPD habe beim Unternehmen selbst nicht nachgefragt.