Die Stunde der Wahrheit

Ingolstadt (intv) Wenn die 10-jährige Franziska ihre Noten betrachtet, ist sie richtig stolz. Sie geht in die fünfte Klasse des Apian Gymnasiums und hat dort zum ersten Mal ein Zeugnis bekommen. Nach der Grundschule hat sie sich vorgenommen, auch am Gymnasium gute Noten zu schreiben. Dafür war sie im vergangenen Jahr richtig fleißig – und das hat sich gelohnt. Lehrer Sebastian Eichinger ist aber auch mit dem Rest seiner Klasse sehr zufrieden. Bei so vielen guten Schülern fällt die Zeugnisvergabe auch für ihn relativ entspannt aus. Bis alle Noten feststehen, vergeht dann aber doch etwas Zeit: „Das Ganze läuft über einen Rechner, da geben alle Kollegen die jeweiligen Noten ein. Der Klassenlehrer ist für die Auswertung zuständig. Außerdem finden auch pädagogische Konferenzen statt, denn es zählen nicht nur die Noten, sondern das Gesamtbild des Schülers“, so Klassenlehrer Sebastian Eichinger. Wenn das Zeugnis allerdings nicht so ausfällt wie erwartet, gibt es oft Ärger von den Eltern. Eindeutig der falsche Weg, wie Unterstufenbetreuer Arne Skirde aus Erfahrung weiß. Er rät allen Eltern, gelassen zu bleiben, denn die Schüler machen sich selbst genug Stress. Viel wichtiger sei es, die Ursachen für die schlechten Noten herauszufinden. Bei Franziska ist das glücklicherweise gar nicht notwendig – sie freut sich über ihr gutes Zeugnis und kann sich jetzt erst einmal in den Faschingsferien vom Schulstress erholen.

 

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