Neue Bestimmung: Die „Mama“ der Flüchtlinge

Ingolstadt (intv) Mangelnde Flexibilität, eine längere Einarbeitsungszeit oder mehr Krankheitstage. Die Vorurteile von Arbeitgebern gegenüber älteren Fachkräften sind oft sehr groß. Um so schwieriger ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Menschen über 55. Die Geschichte der 61-jährigen Karin Dirmeier beweist aber das Gegenteil. Sie hat es geschafft, nach einer längeren Pause wieder ins Berufsleben einzusteigen und so ihre ganz persönliche Bestimmung zu finden. Dirmeier arbeitet seit Mai vergangenen Jahres in einer Wohngruppe für Flüchtlinge in Neuburg und kümmert sich zusammen mit den anderen Betreuern um neun junge Männer unterschiedlicher Nationalitäten. Sie ist gelernte Erzieherin und hat über Jahre im sozialen Bereich gearbeitet, darunter auch 13 Jahre lang bei einem Bildungsträger. Im Januar 2013 dann der Einschnitt. Die zweifache Mutter wird krank und ist ca. ein Jahr lang arbeitslos. Eines stand für sie aber immer fest: Sie möchte wieder einen Job finden.