Die Lange Nacht der Unternehmen: Söder im selbstfahrenden Auto, intv und Donaukurier öffnen die Türen

Markus I. – nicht vom Volk gewählt, dennoch König von Bayern – an diesem sonnigen Freitagabend mal nicht so krawallig wie man ihn auch kennt – sondern begeistert von der Technik aus der Ingolstädter Autoschmiede. Im selbstfahrenden Audi fährt der 51-Jährige vor – eine gute halbe Stunde mussten die Journalisten in der pralllen Sonne auf diesen Schnappschuss warten. Füße vom Pedal – Hände weg vom Lenkrad, einfach mal auf Autopilot – das ist die Zukunft. Söder – tiefenentspannt.

Stadt Ingolstadt und Audi stecken die Köpfe zusammen. Ein „Letter of Intent“ wurde symbolträchtig unterzeichnet, an der THI an diesem Abend – in Beisein des Ministerpräsidenten. Man wolle gemeinsam die urbane Mobilität vorantreiben – etwa beim autonomen Fahren, verspricht sich Christian Lösel, Oberbürgermeister von Ingolstadt – der heute nicht am Steuer, sondern auf der Rücksitzbank sitzen durfte, neben einem Audi-Vorstand. Mal eben aus dem Ministerpräsidenten den Chauffeur gemacht.

Zurück zur Lange Nacht der Unternehmen – eine Art „Tag vieler offener Türen“. Kostenlos mit dem Shuttle-Bus von A nach B – ein Blick hinter die Kulissen … von 17 Uhr bis Mitternacht. THI, Klinikum, Media Saturn, FC 04, Donaukurier oder intv – sie alle hatten mitgemacht – auf Initiative der IRMA.

Hier in den heiligen Hallen der Heimatzeitung – die Schaltzentrale des guten Journalismus – war der Andrang um fünf Uhr nachmittags schon groß. Wie wird Zeitung gemacht und wie gelingt der Spagat zwischen Print und online. Digitalisierung steht längst fett auf den Fahnen Deutscher Verlage. Das hauseigene Maskottchen bespasste das Publikum.

Ein Häuschen weiter – von außen unübersehbar in vier großen Lettern – ist intv zu Hause. Regie, Redaktion und Studio. Technische Raffinessen – sich selbst mal in der Flimmerkiste sehen – die Begeisterung war groß.

Um ein Haar hätte auch der Ministerpräsident Sender und Verlagsgebäude noch besucht, musste aber dann schnurstracks im Eiltempo zurück in die Landeshauptstadt. Das Getriebe der Söder-Maschinerie ist gut geschmiert – auch bei der langen Nacht der Unternehmen. Und: die Frisur – übrigens modernisiert – sitzt – bei Wind und Wetter.