Die Chemiker, Physiker und Techniker von morgen: Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Bio-Diesel selbst herstellen, ein Selbsthilfeassistent für das Auto, oder die Umwelt retten. Alles Themengebiete, die von jungen Forschern im Teenager-Alter untersucht werden. Heute haben rund 150 Talente ihre Arbeit beim Regionalentscheid „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ im Bildungszentrum der Audi AG vorgestellt.

Aus Algen Bio-Diesel herstellen. Moritz, Schüler am Katharinen-Gymnasium Ingolstadt, hat schon vor 5 Jahren mit der Forschung begonnen. Seine Inspiration war ein Bericht über die Thematik bei der „Sendung mit der Maus“. Mit handelsüblichen Biodiesel ist ist die Flüssigkeit definitv vergleichbar. Daher hat der 16-jährige auch den 1. Platz in der Kategorie Chemie gemacht und einen Sonderpreis für erneuerbare Energien erhalten.
Die zwei Sechstklässlerinnen vom Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen Susanne und Anna-Sophie haben sich Gedanken um die Pflanzenbelastung durch weggeworfene Zigarettenstummel gemacht. Dazu haben die beiden 11-jährigen erst einmal ihre älteren Mitschüler befragt und herausgefunden, dass sich die Raucher nicht für die Inhaltsstoffe von Zigaretten interessieren. Schon in einem Vorversuch haben die Mädels herausgefunden, dass ab 4 mg Tabak im Gießwasser nichts mehr keimt, vor allem keine Kresse. Das Projekt wurde mit dem ersten Preis in der Kategorie Biologie ausgezeichnet.

Drei KFZ-Mechatronik-Azubis der Gastgeber-Firma haben einen Selbsthilfeassistenten für das Auto entwickelt. Die Idee kam durch einen Wildunfall. Filip Festner, ein Auszubildender bei der Audi AG, erklärt, dass man mit seinem Team-Projekt ganz schnell einfache Regeln, die jeder Autofahrer kennen sollte, in Erinnerung rufen kann. Da gehört zum Beispiel das richtige Verhalten bei einem Wild- oder Auffahrunfall dazu, sowie die stabile Seitenlage im Notfall. Die drei Azubis haben den ersten Platz in der Kategorie Arbeitsplatz gewonnen, sowie eine besondere Auszeichnung für das beste Teamwork.

Drei Projekte mit Zukunftspotential. Das fand auch die Jury. Die Schüler haben sich für den Landeswettbewerb im März in München qualifiziert.