DGB will weitere Reformen in der Rentenversicherung

Ingolstadt (intv) Geht es um Europa kommen immer wieder Vorurteile zur Sprache, die werden im laufenden Wahlkampf zum europäischen Parlament gerne bedient. Manche Aussagen aber schießen über das Ziel hinaus. So behaupten Europaskeptiker derzeit publikumswirksam , die griechischen Rentner würden in paradiesischen Zuständen leben. Das kann nicht sein. sagt der Rentenexperte Josef Kress-del Bondio, denn die Sparmaßnahmen vor Ort haben auch die Renten nicht verschont und Altersruhegelder am Existenzminimum haben mit dem Paradies wohl wenig zu tun.

So brachte der Leiter im Bereich Grundsatz der Deutschen Rentenversicherung manche Statistik ins Lot. Der Münchner war Gast beim Ingolstädter DGB und sprach über „Europa und Renten“. Den Vergleich mit den Nachbarn braucht die hiesige Altersversorgung nicht zu scheuen. Beiträge und Leistungen sind europäisch gesehen Spitze, so der Rentenexperte. Äußerst zufrieden ist die regionale DGB-Spitze mit der Einführung der Rente mit 63. Die betrifft weit weniger Menschen als behauptet, sagt der kommissarische DGB-Chef Günter Zellner. Völlig unbegründet hält er die Szenarien einer Frühverrentungswelle. Die Arbeitgeber werden sicher nicht den Mitarbeitern kündigen, im Gegenteil – es liegt an den Chefs die Mitarbeiter zu halten und ihren Erfahrungen entsprechend weiter einzusetzen.