Der Umweltschutz im Mittelpunkt

Ingolstadt (intv) Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas. Sie ist knapp 3.000 Kilometer lang und durchfließt 10 Länder. Die haben es sich vor Jahren zur Aufgabe gemacht, die Schutzgebiete entlang der Donau zu erhalten. Mittlerweile hat sich daraus ein starkes Netzwerk gebildet, „Danubeparks“. Das ist am Dienstag und Mittwoch in Ingolstadt zusammengekommen. Das Ziel des Netzwerks: den Austausch und die Zusammenarbeit der Donauländer stärken. Und natürlich den Umweltschutz mit neuen Ideen und Konzepten voranbringen.

Die Elemente Wasser und Luft standen bei der zweitägigen Konferenz im Mittelpunkt. Die Donau ist nämlich eines der wichtigsten Zuggebiete Europas. Das Problem: Zugvögel fliegen immer wieder in Stromleitungen. Kleine Anhänger warnen die Tiere vor der Gefahr.

„Darauf sind zwei Reflektionsfolien angebracht, die speziell für das Sehen mit Vogelaugen angefertigt wurden. So können die Tiere die Leitungen schon von Weitem sehen. Vor einem dunklen Hintergrund, können die Vögel das Hindernis nämlich nur ganz schlecht wahrnehmen. Deshalb haben wir diesen Kollisionsschutz entwickelt.“, erklärt Wolfgang Bartke von „Hammarprodukter“ Deutschland.

Mit einer speziell entwickelten Drohne werden die Anhänger an die Stromleitungen angebracht. Das Konzept hat sich EU-weit schon bewährt und ist auch in Ingolstadt denkbar. Auch zu Wasser stehen zukünftig Projekte an, beispielsweise die „Wild Islands“.

„Das sind wirklich sehr symbolträchtige Lebensräume. Damit können wir dann auch zeigen, was ein dynamischer Fluss alles bieten kann. Wir wollen langfristig ein Netzwerk an Inseln aufbauen, die weitestgehend der Natur überlassen werden.“, erzählt Georg Frank, Projektkoordinator DANUBEparksCONNECTED.

Zwischen Ingolstadt und Neuburg könnte bereits im nächsten Jahr eine solche Insel entstehen. Dafür sind allerdings noch einige Genehmigungen nötig. Die Donau, ein besonderer Lebensraum. Und sie verbindet auch Menschen aus verschiedenen Ländern.