Der Schlossfest-Countdown läuft

Neuburg a.d. Donau (intv) In Neuburgs Oberer Altstadt beginnt es langsam aber sicher zu wuseln. Knapp eine Woche vor dem ersten Schlossfestwochenende entstehen Marktstände vor historischer Renaissance-Kulisse.Organisiert wird das Spektakel seit jeher vom Verkehrsvereins, der das Schlossfest zu dem gemacht hat, was es heute ist: Eines der größten Historienfeste Deutschlands. Eine Woche vor Feststart geben sich Altstadtbewohner im Organisationsbüro in der Münz die Klinke in die Hand. Es ist die Anlaufstelle vor allem für Altstadtbewohner, die ihre Parkausweise abholen. Sie dürfen während der Schlossfestzeit nicht oben parken, bekommen Stellplätze im Stadtgebiet zugeteilt. Ansonsten erstellen Friedhelm Lahn und sein Orga-Team das Programm und koordinieren die Auftritte der einzelnen Gruppen: „Wenn das eine Schlossfest zu Ende ist, dann haben wir vielleicht mal einen Monat Pause und dann beginnen wir mit den Vorbereitungen für das nächste Schlossfest. Es ist inzwischen ein mittleres Unternehmen geworden. Die Sicherheitsauflagen müssen eingehalten werden. Jetzt fangen wir mit der Aufstellung des Marktes an. Wichtig ist, dass alles recht authentisch ist, den Anspruch haben wir und deshalb wohl auch extrem mehr Arbeit als andere Festveranstalter“, erklärt Friedhelm Lahn, Marktvogt und 1. Vorsitzender des Verkehrsvereins.

Die Neuburger und alle Besucher sollen schließlich eintauchen können in die Zeit der Renaissance. Die Zeitreise in die Geschichte hat auch dieses Jahr moderate Preise: fünf Europ pro Tag, oder neun Euro für ein ganzes Schlossfestwochenende. Aufführungen wie der Steckenreitertanz oder die Turnierspiele kosten extra. Auch heuer gibt es Neuerungen: „Wir erweitern uns ein bisschen. Wir erstrecken uns heuer bis in den Oberen Hofgarten. Da haben wir ein kleines Lanzknechtlager aufgeschlagen, es wird eine Wahrsagerin geben, eine Bühne auf der immer wieder Veranstaltungen sind. Rund ums Schlossfest übrigens mehr als 150 Auftritte. Ich denke, das kann sich sehen lassen. Und es gibt einiges zu sehen. Der Hofgarten soll eben ein kleiner Vorgeschmack auf das Schlossfest oben in der Altstadt sein.“

Pläne hat Lahn bereits fürs Fest in zwei Jahren: Er hätte noch den Graben im Auge. Ein Handwerkermarkt würde sich dort bestens anbieten. „Vielleicht verwirkliche ich das noch in meiner Amtszeit“, fügt Lahn lachend an.