Der Roadtrip zu sich selbst: „Vielmachglas“ im intv Kinotipp

Neuburg (intv) Erik schenkt seiner Schwester Marleen ein „Vielmachglas“. Das ist eigentlich nur ein stinknormales Einmachglas, doch immer wenn Marleen über sich hinaus wächst oder etwas schafft, dann soll sie es auf einen Zettel schreiben und in das Glas werfen. Marleen ist skeptisch. Was erlebt sie schon für Abenteuer. Das Glas passt viel besser zu ihrem älteren Bruder. Der bereist als Entwicklungshelfer die ganze Welt, während Marleen mit Anfang 20 noch zuhause wohnt und in einem Kino jobbt. Sie hat die ständigen Vergleiche zwischen sich und ihrem Bruder satt und packt schließlich kurzerhand ihre Sachen.

„Für mich ist es eine sehr lebensbejahende Geschichte. Obwohl da ein Unglück voran geht, ist es trotzdem eine Liebesgeschichte ans Leben, finde ich. Das war so für mich, dass da so ein guter Geist innewohnt und, dass es so positiv ist. Dass es so lebensbejahend ist, dass man da Mut daraus schöpft.“, erzählt Hauptdarstellerin Jella Haase.

Auf ihrem Roadtrip ins Nirgendwo lernt Marleen die unterschiedlichsten Menschen kennen, wächst über sich hinaus und findet endlich zu sich selbst. Für den 35-jährigen Regisseur Florian Ross ist es der erste Spielfilm. „Es ist natürlich alles eine Nummer größer, als ich mir erträumt und erhofft habe, aber ich genieße das. Das alles drehen zu dürfen, endlich mein Spiefilmdebut zu machen. Und dann in dieser Größenordnung mit diesen Leuten und diesem tollen Team. Da freu ich mich jeden Tag drauf.“

Eine hochkarätige Besetzung und eine berührende Geschichte. „Vielmachglas“ verspricht ein bewegender Film zu werden. Ab Donnerstag im Kino.