Der Primark-Effekt

Ingolstadt (intv) Vor gut eineinhalb Monaten hat der Moderiese Primark seine Pforten in der Schanzer Innenstadt geöffnet. Seitdem kommen scharenweise Kaufwütige nach Ingolstadt, die nicht nur ihr Geld in dem irischen Modehaus ausgeben. Gesprochen wird dabei von dem Primark-Effekt. Da es das Bekleidungsgeschäft nur zweimal bayernweit gibt, nehmen die Leute auch weite Strecken in Kauf, um in der Ingolstädter Filiale einzukaufen. Dadurch wird nicht nur die Ludwigsstraße belebt, sondern auch die benachbarten Drogerien, Cafés und Geschäfte profitieren.

Rund 10-20 Prozent Umsatz machen die umliegenden Läden zusätzlich, so der Vorsitzende der Innenstadtfreunde Ingolstadt e. V. Oliver Munz. Der internationale Textil-Discounter lockt also tatsächlich neue Käufer in die Stadt. Die Traditionsgeschäfte zählen dadurch auch mehr Kunden, sodass es teilweise zu Personalengpässen kommt. Das spricht sich in der Branche herum. Die Fußgängerzone wird so auch für neue Geschäfte interessant. Alle Beteiligten sind gespannt, wie lange der Primark-Effekt noch anhält. Da der Moderiese vollkommen auf Onlineangebote verzichtet, werden wohl weiterhin Gäste von außerhalb in die Schanzer Innenstadt strömen.