Der Letzte seiner Art in Eichstätt

Eichstätt (intv) Es ist vom Aussterben bedroht: Das Handwerk des Zinngießers. Bierdeckel, Zinngeschirr, Figuren, all das stellt Wilhelm Eisenhart in Eichstätt her oder restauriert Antiquitäten. Als Zinngießermeister ist Eisenhart der Letzte seiner Art in Eichstätt, es gibt in Deutschland nur noch eine Handvoll, die diesen Beruf ausüben.

Schmutz und Dreck, sowie die Hitze am 400 Grad heißen Ofen machen Wilhelm Eisenhart nichts aus. Er liebt den Umgang mit dem silbrigen Schwermetall. Mit der Eichstätter Zinngießerei führt er eine lange Familientradition direkt am Eichstätter Marktplatz fort. Das Handwerk wird seit sechs Generationen weitergeben. Die Zinngießer sind in einem Bundesverband organisiert, mit nur noch etwa 20 Mitgliedern, davon hat jeder seine Nische. Wenn ein Zinnstück kaputt – oder in die Jahre geht, kann er es reparieren und restaurieren. Wartezeit: Bis zu einem Jahr.