Der blaue Kurfüst: Puppet Players zu Gast in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) 1679 wurde Max Emanuel Kurfüst von Bayern. Während des Großen Türkenkrieges machte er sich als Feldherr im Dienste des österreichischen Kaisers einen Namen. Wegen seiner blauen Uniformjacke, die schon von Weitem auf dem Schlachtfeld zu sehen war, bekam er bald den Beinamen „Der blaue Kurfürst“. So ist auch das Puppentheaterstück über sein Leben benannt, das die Puppet Players auf der kleinen Winterbühne in Pfaffenhofen aufgeführt haben. Das von Hartmut Riederer und Susanne Forster verfasste Stück zeigt sieben Lebenssituationen des Adligen, die humorvoll, dramatisch, kritisch und anrührend zugleich sind.

Konrad Wipp, von den „Puppet Players“ engagiert, begleitet das Stück zugleich als Puppenspieler und Erzähler. Die „Puppet Players“ haben sich bewusst für einen lebendigen Erzähler, anstatt für ein Tonband, entschieden, weil so jede Aufführung einmalig ist.

Besonderes Augenmerk wird in dem Stück auf ein Instrument gelegt, die Gambe. Der Kurfürst hatte damals das Instrument selbst gespielt und es sogar mit auf die Jagd genommen. Deshalb wird das Stück auch von der Gambenspielerin Friederike Heumann begleitet, die es, zusammen mit den „Puppet Players“, ursprünglich für die Münchner Residenzwoche konzipiert hat