Dem Trojaner auf der Spur

Ingolstadt (intv) Marco Preuß ist IT-Sicherheitsexperte. Gerade ist er dabei ein Virus zu entschlüsseln, um herauszufinden wie das Schadprogramm aufgebaut ist und an welchen Stellen es den Computer angreift. Seit 2004 arbeitet der Sicherheitsexperte bei Kaspersky in Ingolstadt. Von dort aus leitet er ein 12-köpfiges Team, das über ganz Europa verteilt ist. Weltweit arbeiten 44 Menschen als Virenjäger.

„Wir sind ständig auf der Suche nach irgendwelchen komplexen Operationen. Ein Teil davon ist, dass wir uns die Malware anschauen und auch die komplette Infrastruktur drum herum. Um dann entsprechende Mechanismen dafür zu entwicken sich davor zu schützen.“, so Preuß.

Mit Hilfe von Scansystemen werden die Virenjäger auf die Bedrohungen aufmerksam gemacht und können so direkt auf sie zugreifen. Am häufigsten versuchen Kriminelle unsere Daten auszuspionieren. „Die suchen gezielt nach Passwörtern und Benutzernamen. Zurzeit gibt es wahnsinnig viele Kriminelle, die auf Ransomware setzen, um Geld zu erpressen.“

Da heutzutage neben dem Computer auch Smartphones, Tablets und Fernseher mit den Internet verbunden sind, bieten sich Cyberkriminellen viele neue Schwachstellen. Diese Lücken müssen wir schließen, so Preuß. Das sei in Zukunft besonders herausfordernd. Die Virenjäger müssen somit weiterhin ständig auf der Lauer sein.