Dem Stadtzuzug gerecht geworden: Stadtplanungsamt Ingolstadt zieht positive Wohnraumentwicklungsbilanz

Ingolstadt (intv) Bessere schulische oder berufliche Perspektiven, ein breiteres Unterhaltungsangebot – einfach gesagt, viele junge Menschen zieht es in Großstädte wie Ingolstadt, weil sie sich da mehr Möglichkeiten in verschiedensten Bereichen erhoffen. Konkret sind es mehr als 10000 Bürger, die seit 2011 nach Ingolstadt gezogen sind. Mehr Bürger bedeutet aber auch mehr Wohnraum, der benötigt wird.  Stadtplanerin Renate Preßlein-Lehle zieht eine positive Bilanz zur Wohnraumentwicklung in Ingolstadt.

Im Durchschnitt ziehen jährlich 1700 Menschen nach Ingolstadt. Nach dem Rekordjahr 2016, in dem mehr als 2000 Wohneinheiten in Ingolstadt fertiggestellt wurden, sind in 2017 nur noch rund 800 neue Wohnungen dazu gekommen. Der Bedarf an neuem Wohnraum ist trotzdem gedeckt, zumindest rechnerisch, wenn man davon ausgeht dass eine Wohneinheit von mindestens zwei Personen genutzt wird. Das liegt vorallem daran, dass die Stadt nicht nur die neuen Siedlungen am Stadtrand erweitert, sondern sich auf bereits bebaute Gebiete konzentriert, erklärt Renate Preßlein-Lehle. Dazu gehöre das Hochhauskonzept und das stetige schließen von Baulücken im Stadtgebiet. Preßlein-Lehle warnt aber davor, dass das weitere Wachsen Ingolstadts nicht zu schaffen sei, wenn die Stadt keine weiteren Baugebiete ausweise.

Dazu gehören die Neubaugebiete Unsernherrn und Samhof nähe Klinikum. In beiden Fällen läuft das Bebauungsplanverfahren und soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für die Gebiete in Friedrichshofen, Etting und Mailing muss das Verfahren erst noch eingeleitet werden. Die Bürger in den jeweiligen Stadtteilen sollen sich auch bei der Planung beteiligen dürfen

Die Stadtbaurätin rechnet damit, dass die Neubaugebiete Mailing, Etting und Friedrichshofen in vier Jahren fertig gestellt sind. In 2018 dürfen sich die Bürger ersteinmal über rund 800 fertige Wohnungen freuen.