Delegiertenversammlung IG Metall

Ingolstadt (intv) Mehrheitlich entschieden die IG Metall Delegierten in der vergangenen Versammlung darüber, dass Tamara Hübner die Aufgaben der zweiten Bevollmächtigten übernehmen soll. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt tritt die gebürtige Aschaffenburgerin im Herbst ihr Amt an. Hübner wird sich mit den Themen Industrie 4.0, die Transformation der Arbeitsprozesse und insbesondere um die Bildungsarbeit beschäftigen. In Ingolstadt sieht sie eine vielfältige Entwicklung, vor allem wegen Großkonzernen, wie Airbus und Audi. Somit werden sich auch die Arbeitsprozesse am Standort verändern. Da muss sich auch die Gewerkschaft mitentwickeln.

Hübner sieht ihre Arbeit darin, dass sie mit den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben die Zukunft gestaltet und sich nichts vorgeben lässt. Das klingt nach viel Arbeit, die auf sie zukommt. Allerdings freut sich die gelernte Industriekauffrau auf die spannende Zeit. Eine ebenfalls turbulente Zeit hatte die IG Metall in den letzten Jahren mit Audi, denn durch die Sparmaßnahmen herrscht eine große Unsicherheit bei den Audianern.

Der erste Bevollmächtigte der IG Metall, Bernhard Stiedl, spricht von einer anspruchsvollen Zeit bei Audi, jedoch handle es sich noch um keine Krise. Schließlich gäbe es keinen dramatischen Produktionseinbruch. Und das, nachdem der Automobilhersteller vergangene Woche die Dauernachtschicht der Montagelinie 1 gekürzt hat. Die Gewerkschaft macht sich allerdings für jeden Einzelnen stark und sucht individuelle Lösungen für die Audianer. Die Stellen sind noch bis 2025 gesichert. Das steht fest. Somit muss sich laut Stiedl, kein Audimitarbeiter in Zukunft um seinen Arbeitsplatz sorgen.