Delegiertenversammlung der IG Metall.

Ingolstadt (intv) Im Januar startet eine neue Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Die Ingolstädter IG Metall kann diese durch einen neuen Höchststand an Mitgliedern gestärkt antreten. 47270 Mitglieder, das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Tarifrunde war ein Hauptthema bei der gestrigen Delegiertenversammlung in Ingolstadt. Die IG Metall stellt hierfür klare Forderungen. So will die Gewerkschaft 5,5 Prozent mehr Lohn für ihre Mitglieder aushandeln. Zudem wird die Beibehaltung flexibler Arbeitsteilzeitlösungen und eine Bildungsteilzeit verlangt, die vom Arbeitgeber finanziert werden soll. Die Arbeitgeber sollen sich wegen dieser Forderungen nicht frühzeitig in die Schützengräben begeben, so Wechsler weiter, sondern zu konstruktiven Gesprächen mit der IG Metall bereit sein. Schließlich ginge es der Wirtschaft in Bayern gut. Grund zu jammern gäbe es für die Arbeitgeber nicht. Nicht gut geht es hingegen drei Firmen in der Region, die der Gewerkschaft sorgen machen. Während bei Osram der Kampf um rund 400 Arbeitsplätze noch offen ist, gibt es für die Mitarbeiter von Cummins so kurz vor Weihnachten kaum noch Hoffnung. Das Werk soll geschlossen werden. Gleich 1.000 Arbeitsplätze sind bei Airbus in Manching gefährdet. Hier gibt es aber unerwartet gute Nachrichten. Derzeit werden dort alle Arbeiter gebraucht, so Johann Horn, erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Ingolstadt. Grund hierfür sei wohl, dass die Bundeswehr derzeit vermehrt Wartungsarbeiten in Auftrag gäbe.

Sowohl regional als auch bayernweit zeigt sich die IG Metall zu allem bereit. Bezüglich der Tarifverhandlungen endet am 28. Januar die Friedenspflicht. Spätestens dann dürfen sich die Gewerkschaftsmitglieder warm anziehen. Warnstreiks, so der bayerische Bezirksleiter Jürgen Wechsler, seien sehr wahrscheinlich.

 

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