Das Zukunftskonzept der Ilmtalklinik

Pfaffenhofen (intv) Falsche Kostenberechnungen, Planungsstopp, Mängel beim Brandschutz. Die Ilmtalklinik in Pfaffenhofen und Mainburg machte in den vergangenen Monaten vor allem durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Im gestrigen Kreisausschuss stand deshalb nur eins im Mittelpunkt: Die Zukunft der beiden Krankenhäuser. Dabei setzen die Verantwortlichen auf die sogenannte „Strategie 20“ – ein medizinisches Konzept, bei dem alle vorhandenen Fachrichtungen bestehen bleiben sollen. Das bedeutet für beide Standorte, dass die Grund- und Regelversorgung gewährleistet ist. In Pfaffenhofen liegt der Fokus zusätzlich auf der Neurologie mitsamt ihrer zertifizierten Schlaganfalleinheit sowie der Gynäkologie und Geburtshilfe. Das medizinische Konzept, eine wichtige Voraussetzung für die geplante Sanierung. „Wir starten mit einem kleinen baulichen Wettbewerb, bei dem wir das Vorhandene nochmal einbringen und prüfen“, so Landrat Martin Wolf. Möglich ist auch ein Anbau, um den laufenden Krankenhausbetrieb während der Sanierungsarbeiten zu entlasten. Neue Kostenschätzungen gibt es noch nicht, aber eine Richtgröße, die bei ca. 500.000 Euro pro Bett liegt, das wären insgesamt rund 110 Millionen Euro. Zentrale Ergebnisse zum Fortschritt der Planung sind diesen Herbst zu erwarten. Die Geschäftsführung vermutet, dass die Generalsanierung im Jahr 2020 starten kann.